Das fotografieren im Winter bietet vielfältige Möglichkeiten, wie einen schönen Winterwald, Eisblumen, Frost am Morgen… Es gibt aber auch einige Besonderheiten gegenüber der „normalen“ Landschaftsfotografie. Es gibt kaum Farben, daher kann man nach Strukturen suchen, Kontraste zwischen dunklen Bäumen und dem weißen Schnee usw. Aber auch Verwehungen im Schnee, wenn die Sonne tief steht, wirkt das Spiel zwischen Licht und Schatten, in der sonst weißen Fläche des Schnee. Menschen als Farbpunkte und der blaue Himmel können das fast monochrome Bild der Winterlandschaft auflockern und spezielle Bezugspunkte schaffen.

Technisch ist der Weißabgleich und die Belichtung zu beachten. Durch das viele Weiß in den Bildern, ist der automatische Weißabgleich vieler Kameras überfordert. Das Resultat sind unschöne Farbstiche. Wer das RAW-Format der Bilder zu Verfügung hat, kann später am Computer im RAW-Konveter die Bilder problemlos korrigieren. Wenn man nur im JPG-Format fotografiert, sollte man schon beim fotografieren eingreifen. Es empfiehlt sich den Weißabgleich manuell einzustellen und nach den ersten Fotos zu kontrollieren. Oder wenn möglich die Farbtemperatur einzustellen, am besten mit ca. 5400° Kelvin zu beginnen und solange nachjustieren bis das Ergebnis einem persönlich gefällt. Das kann auch für das RAW-Format einiges an Arbeit sparen ;) Ein weiteres Problem kann die Belichtung sein, die Kamera tendiert dazu Bilder zu unterbelichten, weil es im Bild natürlich viele helle Anteile gibt. Abhilfe schafft die Belichtungskorrektur, die ersten Versuche kann man sicher bis zur einer Blendenstufe testen, also +1.0 EV.

Ein letztes aber eher kein technische Problem ist die Kälte. Akkus halten weniger lange, also genug Ersatz mitnehmen, wenn man länger unterwegs ist. Auch die eigene Kleidung sollte  nicht vernachlässigt werden, sonst macht es nicht wirklich Spaß. Bei mir sind besonders die Hände wichtig, bei kalten Händen hört bei mir der Spaß auf. Ich ziehe auch zum fotografieren die Handschuhe nicht aus. Das geht nur mit relativ dünnen Handschuhen, aber sie wärmen mehr als ohne und zur Not kann man ein dickes Paar mitnehmen und benutzten solange man nicht fotografiert.

Hier ein paar Beispiele von einem Ausflug nach Iserlohn/Ihmert zum Schlittenfahren: