Warum benötige ich überhaupt einen Graufilter?

Ein Graufilter, auch ND-Filter (ND = Neutraldichte) genannt, reduziert die durch das Objektiv einfallende Lichtmenge, ohne Farben und Kontrast zu beeinflussen und ermöglicht dadurch eine längere Belichtungszeit oder den Einsatz von einer größeren Blendenöffnung.

Mögliche Einsatzgebiete eines Graufilters sind z.B.:

Bewegungsunschärfe – Verwischen von Wolken oder aber fließende Gewässer samtig weich erscheinen zu lassen.

Eliminierung von sich bewegenden Personen oder Fahrzeugen im Bild. Was im Urlaub durchaus von Nutzen sein kann, wenn wieder einmal eine beliebte Sehenswürdigkeit von Touristen überlaufenen ist.

Überbelichtung verhindern. In manchen Situationen wie z.B. am Strand kann es vorkommen, dass es einfach zu grell ist und man trotz kleinster Blende und kürzester Verschlusszeit sein Foto einfach überbelichten würde. Um dies zu verhindern sind Graufilter mit einem kleinen Filterfaktor sehr gut geeignet.

Die Graufilter sind in vielen unterschiedlichen Dichten erhältlich. Diese Filter können entweder gesteckt (Cokin Systeme) oder verschraubt (B+W, Heliopan, HOYA) werden. Eine große Schwierigkeit ist leider, dass fast jeder Hersteller seinen ND-Filter unterschiedlich klassifiziert. So bezeichnet B+W z.B. seinen 1000fach Graufilter, nach der Blendenreduktion, mit 110.
Bei Heliopan hingegen werden die Filter nach der Dichte benannt, im Fall unseres 1000fach Graufilter ist es der ND 3,0.

Das Beitragsbild ist in Photoshop mit Bewegungsunschärfe bearbeitet, ich hoffe mit den Filtern bessere Ergebnisse zu erzielen.

FanoMK