Bestimmte Objekte innerhalb einer Fotografie unterteilen ein Bild in unterschiedliche Bereiche, auch wenn nicht jeder diesen Effekt bewusst wahrnimmt. Um einen ausgewogenen Gesamteindruck zu erreichen, müssen die Verhältnisse der Bildunterteilung richtig proportioniert sein. Eine Orientierungshilfe für den Fotografen wie für den Maler ist der Goldene Schnitt. Wobei der Maler den Vorteil hat sein Bild frei zu gestalten zu können und nicht auf die Gegebenheiten der realen Welt angewiesen ist.

Mit Hilfe des Goldenen Schnitts kann eine harmonisch proportionierte Bildunterteilung durch Zahlen beschrieben werden. Der Goldene Schnitt ist im Prinzip das Verhältnis von zwei Strecken zueinander. Das Streckenverhältnis beträgt etwa 1,618:1 und wird mit Phi bezeichnet. In Worten beschreibt sich die Rechnung wie folgt:

Zwei Strecken ergeben das Verhältnis des Goldenen Schnittes, wenn sich die größere zur kleineren verhält wie die Summe aus beiden zur größeren.

Wenn ‚a‘ die länger und ‚b‘ die kürzere Strecke ist erhält man die Gleichung

(a+b)/a = a/b

Was wirkt nun tatsächlich harmonischer?

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Mittige Ausrichtung

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Ausrichtung nach dem Goldenen Schnitt

 

 

 

 

 

 

 

Ein kleiner Tipp. Wenn man bei der Kamera nicht den zentralen Focuspunkt wählt, sondern einen der Seitlichen, hat man beim focosieren des Hauptobjekt des Bildes, automatisch den goldenen Schnitt.